Album Review: BABYMETAL

Eine Rezension des ersten Albums von BABYMETAL

von Ricardo Dietrich

Das Land Japan ist seit jeher für all seine Weisheiten und vor Allem Kuriositäten bekannt. Wann immer man denkt, die Grenzen des Möglichen seien erreicht, vermag Japan eines Besseren zu belehren, indem es diese Grenzen sprengt und die Messlatte einfach noch ein Stück höher setzt. Oftmals mag man einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und das Ergebnis als „verrückt“ abstempeln, aber egal aus welcher Sichtweise man es betrachtet, Japans neuester Geniestreich ist in jeder Hinsicht ein Erfolg. Die Rede ist von „Babymetal“, einer relativ neuen japanischen Band, welche es sich zum Ziel gesetzt hat, Idol-Pop mit verschieden Elementen des Metal und Metalcore zu vermischen. Mit Idol-Pop sind damit übrigens drei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren gemeint, auf welchen der absolute Fokus bei der Band liegt. „Kawaii-Metal“ wurde das Ganze schon recht früh betitelt, womit dieses Experiment direkt ein ganz neues Genre etabliert hat, bevor sich überhaupt ein deutlicher Erfolg abzeichnete. Dieses Pilotprojekt gipfelte vor knapp einem Monat in einem selbstbetitelten Album, welches ich nun rezensieren werde.

Das Album erreichte auf Anhieb Platz 1 in den iTunes-Charts mehrere Länder

„Babymetal“ heißt die kompakte Scheibe und frohlockt mit 13 Liedern, von denen leider nur zwei Titel tatsächlich komplett neu sind, da die anderen elf vorher schon in Form von Singles und B-Seiten veröffentlicht wurden. Weiterlesen