Yokohama Tour Final 2015

Konzertbericht Yokohama 12. und 13. Dezember

von Tobi-Metal

Ein grosses Hallo an alle Babymetal Fans! Hier ist noch ein Bericht von beiden Shows für euch. Alles über den Sound, die Bühne, das Publikum und und und…

Die Arena:
Die Yokohama Arena ist eigentlich eine Halle für diverse Indoor-Sportveranstaltungen, deshalb war ich mir im Vorfeld nicht sicher über die Klangeigenschaften. Wer schon mal Konzerte in Multifunktionshallen (wie der Lanxess Arena) gehört hat, weiss von welchen Problemen ich spreche…
Den Sound in der ersten Nacht kann ich trotzdem mit der Note 2- beurteilen – mehr als akzeptabel also! Die Tontechniker hatten nur manchmal schwer zu kämpfen, um Su-chans Power zu kontrollieren. Resultat: leicht übersteuerte Höhen bei einigen Songs – ein Problem, dass zur zweiten Nacht vollständig behoben wurde. Der Sound in der zweiten Nacht war fast perfekt!

Blumen

Die Platzverteilung war circa 50/50 – Stehplatz/Sitzplatz. Die Mosh Pit Plätze waren in vier Gruppen unterteilt: A, B, C und Happy Mosh Pit (also die Familienabteilung). A, B, und C waren zusätzlich mit mehreren Wellenbrechern versehen, wahrscheinlich aus Angst von der Arenaleitung vor zu grossen Pits. Letztendlich hätten aber bei der grösse der Halle zwei Blocks ausgereicht – dann wären statt den 13.000 sicher 15.000 Leute dabei gewesen.

Merchandise:
Wie immer empfahl es sich sehr früh zu kommen – nur wer vor der Halle Übernachtet hatte, oder bis spätestens 10:00 Uhr da war bekam alles in seiner Grösse! Da ich selbst erst am selben Tag um 11:00 Uhr in Yokohama nach meinem Flug ankam, war der Parka schon ausverkauft, als ich gegen 14:00 Uhr endlich bedient wurde. Bleibt natürlich die Frage, wieso Amuse immer so wenig Merch produziert. Sollen die Preise auf dem Reseller Markt hochgehalten werden? Logische Erklärungen gibt’s nicht.
Wer nur zur zweiten Show kam, sah in die Röhre – fast alles war schon vor dem Verkaufsstart ausverkauft!

Merchandise

Das Publikum:
Natürlich habe ich alle japanischen Fans der „European Connection“ bei den Gigs wiedergesehen, inklusive Tomato-kun. Ich weiss, Ihr kennt Sie alle! In meinem Block war ich, mit meinen 16 Konzerten vor der ersten Show, der Veteran. Es waren sehr viele First Timers da, was der Stimmung allerdings überhaupt nicht geschadet hat. Das Duchschnittsalter der Fans in Japan ist erstaunlicherweise höher als in Europa, um die 35/40 Jahre. Die Rollenverteilung war auch sehr klar: 70% Männer, 30% Frauen – im Mosh Pit selbst wohl eher 90/10. Babymetal Cospayers oder Kami Band Doubles hielten sich in Grenzen, bei ungefähr 5%. Die beliebtesten waren natürlich wie immer die kleinsten Babymetal Fans im kompletten Bühnenoutfit.
Viele Fans haben auch wieder kostenlos selbstgemalte Babymetal Bilder oder Pins verschenkt, was von allen sehr gerne angenommen wurde. After Partys waren überall in der Stadt und jede Bar in Yokohama gab 10% Discount für Babymetal Fans (ein Angebot das alle von uns ausreichend genutzt haben).

Die Bühne:
Wie für eine Legend Show üblich, gab es eine, für jede Show einmalige Bühnedekoration, diesmal bestehend aus drei übergrossen Fuchsstatunen im Ägyptischem Design. Abgerundet wurde das ausserdem mit reichlich Kunstnebel und etlichen Fackeln. Ein unglaublich tolles Bild, das sich sofort in die Netzhaut einbrannte. Dem nicht genug, kamen aus den Fuchsaugen sogar Laser bei den Höhepunkten der Show! Um das Fass zum überlaufen zu bringen kamen unsere drei Lieblinge zu Beginn der Show, in einer rot beleuchteten Pyramide vom Himmel auf die Bühne geflogen!

Die-Buehne

Das Ambiente:
Wer schon mal in Japan ein Konzert besucht hat, weiss, die japanischen Fans sind die besten! Jeder kennt die Dancemoves, die Anfeuerungsrufe und die Texte. Die ganze Halle bewegte sich wie ein Ganzes – und das zu jeder Zeit! Magisch!
Die Stimmung im ersten Konzert war grossartig, obwohl jeder wusste – die Big News werden erst morgen verkündet. Dementsprechend aufgeputscht war die Stimmung im zweiten. Selbst bei der Musik vom Band vor der Show, wurde minutenlang geklatscht um die Band anzufeuern. Während in der ersten Show die neuen Lieder und die Klassiker die Höhepunkte waren, bewegte sich das Publikum in der zweiten Nacht die ganze Zeit, vollkommen aufgepeitscht von einem Climax zum nächsten. Die Band war gnadenlos energiegeladen und gab dem Publikum keine Verschnaufpause, bis selbst die überzogenste Erwartung um ein vielfaches übertroffen wurde. Und als kaum noch jemand die Kraft hatte, beschenkte uns die Band, zum zweiten Mal an diesem Wochenende , mit dem neuen Song „The One“ als Zugabe. Alles gekrönt durch eine Rundreise durch die Halle von Su-chan, Yui-chan und Moa-chan in der knallrot erleuchteten, schwebenden Pyramide unter dem Hallendach!
Ich schäme mich nicht zu sagen, dass ich in diesem Moment, bei dieser „High Daylight Walker“ Power Ballade tatsächlich Tränen in den Augen hatte; wie viele andere Fans um mich herum auch. Im Gespräch mit einigen Fans nach dem Konzert waren wir uns einig, dass in diesem Augenblick aus dieser Band eine Religion geworden ist. Solche grenzenlose Hingabe habe ich noch nicht erlebt (ich bin auch Depeche Mode Fan, ich weiss also was das bedeutet).
Zum Abschluss kam die lange im Voraus erwartete Ankündigung des neuen Albums und der nächsten World Tour. Jetzt verstehen wir auch endlich die wahre Bedeutung der London Show!

Die neuen Songs:
Kami Band Solo – Sehr druckvolles neues Instrumental. Funktioniert gut als Opener oder Breakdown. Boh’s Solo ist der Wahnsinn!

Karate soi-ya! – Wohl für den Überseemarkt produziertes Stück, da sehr klischeehaftes Thema. Stop and Go, mehrere Rhythmuswechsel und gute Hookline. Meiner Meinung nach das schwächste der neuen Stücke. Auch eher freundlich zurückhaltende Stimmung unter den japanischen Fans. Aber wer die Welt erobern will, muss auch die USA erobern, von daher: akzeptiert!

The One – Die High Daylight Walker Power Ballade die jeder Fan verdient hat! Jede Band braucht eine grosse Ballade und das ist sie für Babymetal. Sie hat sie uns geschuldet – und wie Sie geliefert haben! Mit Abstand das Beste der neuen Stücke!

SpecialRabat

Konzertbericht und Fotos von Tobi-Metal

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3 Kommentare auf "Yokohama Tour Final 2015"

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ZeT

Mich nervts immernoch das ich eine Woche zu früh aus Tokyo zurück gekommen bin…

Naja, zum Tourfinal in den Tokyodome will ich auf jeden Fall hin! m/

FugoMetal

Ich bedanke mich auch. Ein wenig neidisch bin ich schon ^_^

dismemberdave

Vielen Dank für den schönen Bericht,muss echt ein unvergleichliches Erlebnis sein!